Ein Handlauf wird im Alltag deutlich häufiger berührt, als man auf den ersten Blick denkt. Im Treppenhaus, an der Haustür, auf Balkonen, in öffentlichen Gebäuden oder in Mehrfamilienhäusern greifen täglich viele Hände danach. Dabei sammeln sich Staub, Hautfett, Schmutz, Fingerabdrücke und andere Rückstände an. Besonders helle oder glänzende Oberflächen zeigen solche Verschmutzungen schnell.
Handläufe zu reinigen ist deshalb nicht nur eine Frage der Optik. Eine regelmäßig gepflegte Oberfläche fühlt sich angenehmer an, behält länger ihr ursprüngliches Aussehen und lässt sich meist einfacher sauber halten. Entscheidend ist allerdings, dass das Reinigungsverfahren zum Material passt. Holz benötigt eine andere Behandlung als Edelstahl, lackiertes Metall oder Kunststoff.
Wer einfach irgendeinen Haushaltsreiniger verwendet, kann empfindliche Oberflächen matt machen, Lack beschädigen oder Holz unnötig austrocknen. Mit wenigen geeigneten Hilfsmitteln und einer systematischen Vorgehensweise lässt sich die Reinigung dagegen unkompliziert erledigen.
Warum Handläufe regelmäßig gereinigt werden sollten
Handläufe gehören zu den Kontaktflächen, die im Alltag ständig mit Händen in Berührung kommen. Selbst wenn eine Oberfläche auf den ersten Blick sauber aussieht, können sich dort mit der Zeit verschiedene Rückstände ablagern.
Typische Verschmutzungen sind:
- Staub und feine Schmutzpartikel
- Fingerabdrücke
- Hautfett und Schweiß
- Getränkereste oder andere Flüssigkeiten
- Fett- und Schmutzfilme
- Klebereste oder ähnliche Rückstände
- Flecken durch ungeeignete Reinigungsmittel
In einem privaten Haushalt reicht häufig eine einfache regelmäßige Reinigung aus. In Treppenhäusern, Büros, Schulen, Geschäften oder anderen stark frequentierten Bereichen kann dagegen eine häufigere Pflege sinnvoll sein.
Dabei muss die Reinigung nicht kompliziert sein. Oft reichen ein weiches Mikrofasertuch, lauwarmes Wasser und ein materialgeeignetes Reinigungsmittel. Wichtig ist vor allem, nicht zu aggressiv vorzugehen.
Welche Materialien bei Handläufen häufig vorkommen
Bevor der erste Reinigungsschritt beginnt, sollte das Material des Handlaufs bekannt sein. Die Oberfläche entscheidet darüber, welche Mittel und Tücher geeignet sind.
| Material | Typische Eigenschaften | Geeignete Grundreinigung |
|---|---|---|
| Holz | warm, natürlich, empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit | leicht feuchtes Tuch, materialgeeignete Holzpflege |
| Edelstahl | robust, glatt, häufig mit Fingerabdrücken | weiches Tuch und milder Reiniger |
| Lackiertes Metall | beschichtete Oberfläche | mildes Reinigungsmittel, wenig Wasser |
| Kunststoff | pflegeleicht, verschiedene Oberflächen | Wasser und milder Haushaltsreiniger |
| Aluminium | leicht, teilweise empfindliche Oberfläche | milde Reinigung ohne aggressive Scheuermittel |
Bei unbekannten Materialien sollte man zunächst die Pflegehinweise des Herstellers prüfen. Besonders bei beschichteten, lackierten oder speziell behandelten Oberflächen ist Vorsicht sinnvoll.
Handläufe reinigen: Die richtige Grundausstattung
Für die normale Reinigung braucht man überraschend wenig. Eine große Sammlung verschiedener Spezialprodukte ist normalerweise nicht erforderlich.
Diese Utensilien sind praktisch
Eine einfache Grundausstattung besteht aus:
- einem weichen Mikrofasertuch
- einem zweiten sauberen Tuch zum Trocknen
- einem Eimer oder einer Schale mit lauwarmem Wasser
- einem milden, materialgeeigneten Reinigungsmittel
- bei Bedarf einer weichen Bürste für Rillen und schwer erreichbare Stellen
Das Tuch sollte sauber sein und keine harten Partikel enthalten. Schmutz, der im Tuch feststeckt, kann sonst beim Wischen über die Oberfläche gezogen werden.
Bei empfindlichen Materialien sollte außerdem niemals direkt mit einem neuen Reinigungsmittel auf der sichtbaren Fläche begonnen werden. Eine unauffällige Stelle eignet sich besser für einen kurzen Verträglichkeitstest.
Handläufe richtig vorbereiten
Eine gute Vorbereitung macht die eigentliche Reinigung einfacher. Zunächst sollten lose Verschmutzungen entfernt werden. Dazu kann der Handlauf mit einem trockenen, weichen Tuch vorsichtig abgestaubt werden.
Dieser Schritt wird häufig übersprungen. Befinden sich jedoch Sand- oder Staubpartikel auf der Oberfläche, können sie beim anschließenden Wischen wie kleine Schleifkörner wirken.
Danach sollte man den Zustand des Handlaufs prüfen:
- Ist die Oberfläche nur verstaubt?
- Sind Fingerabdrücke sichtbar?
- Gibt es fettige Stellen?
- Sind eingetrocknete Flecken vorhanden?
- Gibt es Kratzer oder beschädigte Beschichtungen?
- Ist das Material Holz, Metall, Edelstahl oder Kunststoff?
Erst danach wird entschieden, wie intensiv die Reinigung ausfallen muss.
Handläufe reinigen Schritt für Schritt
Die klassische Reinigung lässt sich in wenige überschaubare Schritte aufteilen. Bei normaler Verschmutzung reicht diese Methode in den meisten Fällen aus.
1. Losen Staub entfernen
Zuerst wird der Handlauf mit einem trockenen oder nur sehr leicht feuchten Mikrofasertuch abgewischt. Dabei sollte man die gesamte Länge des Handlaufs bearbeiten.
Auch Übergänge, Halterungen und Bereiche an den Enden verdienen Aufmerksamkeit. Dort bleibt häufig mehr Staub liegen als auf der glatten Mitte.
2. Reinigungslösung vorbereiten
Anschließend wird lauwarmes Wasser mit einem milden Reinigungsmittel vorbereitet. Das Mittel sollte sparsam dosiert werden.
Mehr Reiniger bedeutet nicht automatisch mehr Sauberkeit. Ein zu konzentriertes Produkt kann Rückstände hinterlassen, die nach dem Trocknen sichtbar werden und die Oberfläche sogar klebrig wirken lassen.
3. Mit einem gut ausgewrungenen Tuch wischen
Das Tuch wird in der Reinigungslösung angefeuchtet und anschließend gründlich ausgewrungen. Es sollte feucht, aber nicht tropfnass sein.
Nun wird der Handlauf gleichmäßig abgewischt. Bei einem längeren Handlauf empfiehlt es sich, abschnittsweise vorzugehen.
4. Hartnäckige Stellen vorsichtig bearbeiten
Festsitzender Schmutz sollte zunächst mit einem feuchten Tuch aufgeweicht werden. Starkes Reiben ist meist nicht die beste Lösung.
Bei Rillen, Übergängen oder strukturierten Oberflächen kann eine weiche Bürste helfen. Harte Bürsten oder Scheuerschwämme sollten bei empfindlichen Oberflächen vermieden werden.
5. Mit klarem Wasser nachwischen
Wenn Reinigungsmittel verwendet wurde, kann ein zweites, mit klarem Wasser angefeuchtetes Tuch sinnvoll sein. Damit werden mögliche Rückstände entfernt.
Dieser Schritt ist besonders bei glatten Oberflächen hilfreich, auf denen getrocknete Reinigungsmittel schnell sichtbar werden.
6. Handlauf trocken nachwischen
Zum Schluss wird die Oberfläche mit einem trockenen, sauberen Tuch abgewischt. So lassen sich Wasserflecken reduzieren und die Oberfläche kann gleichmäßig trocknen.
Bei Holz ist dieser Schritt besonders wichtig, weil unnötige Feuchtigkeit möglichst kurz auf der Oberfläche bleiben sollte.
Handläufe aus Holz reinigen
Holzhandläufe verleihen Treppen einen warmen und natürlichen Charakter. Gleichzeitig reagiert Holz empfindlicher auf Feuchtigkeit und ungeeignete Reinigungsmittel als viele glatte Kunststoff- oder Metalloberflächen.
Die wichtigste Regel lautet deshalb: Holz nicht durchnässen.
Bei normalem Staub und Alltagsschmutz
Für eine leichte Reinigung reicht häufig ein weiches, leicht feuchtes Tuch. Das Tuch sollte gut ausgewrungen sein.
Nach dem Wischen sollte die Oberfläche nicht lange feucht bleiben. Ein trockenes Tuch kann überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen.
Bei fettigen Fingerabdrücken
Fingerabdrücke können auf einem Holzhandlauf besonders an Stellen sichtbar werden, die häufig angefasst werden. Ein mildes, für die jeweilige Holzoberfläche geeignetes Reinigungsmittel kann helfen.
Ob geöltes, gewachstes, lackiertes oder anderweitig behandeltes Holz vorliegt, ist dabei relevant. Eine Behandlung, die für eine lackierte Oberfläche geeignet ist, muss nicht automatisch für geöltes Holz passen.
Was bei Holz vermieden werden sollte
Verzichten sollte man insbesondere auf:
- sehr viel Wasser
- aggressive Reiniger
- Scheuermittel
- raue Schwämme
- langes Einweichen
- starkes Reiben auf empfindlichen Beschichtungen
Bei einem älteren Holzhandlauf lohnt sich außerdem ein Blick auf den Zustand der Oberfläche. Wenn Lack, Öl oder eine andere Schutzschicht bereits stark abgenutzt ist, kann eine reine Reinigung das Problem nicht lösen.
Edelstahl-Handläufe reinigen
Edelstahl wird häufig für Handläufe verwendet, weil das Material robust und pflegeleicht ist. Gleichzeitig fallen Fingerabdrücke und Wasserflecken auf glänzenden Oberflächen schnell auf.
Ein weiches Mikrofasertuch eignet sich gut für die normale Reinigung.
Fingerabdrücke entfernen
Bei Fingerabdrücken genügt häufig ein leicht feuchtes Tuch. Falls Fettspuren stärker sichtbar sind, kann ein milder Reiniger verwendet werden.
Wichtig ist, anschließend gründlich nachzuwischen. So bleibt möglichst kein Reinigungsmittelfilm zurück.
In Richtung der Oberflächenstruktur wischen
Bei gebürstetem Edelstahl sollte möglichst entlang der vorhandenen Schliffrichtung gewischt werden. Dadurch wird das Erscheinungsbild der Oberfläche gleichmäßiger gehalten.
Kreisende Bewegungen mit einem rauen Tuch sind dagegen keine gute Wahl.
Diese Mittel besser vermeiden
Aggressive Scheuermittel, harte Schwämme und ungeeignete chemische Produkte können die Oberfläche beeinträchtigen. Auch Produkte, die für andere Materialien entwickelt wurden, sollten nicht ohne Weiteres auf Edelstahl eingesetzt werden.
Lackierte Metall-Handläufe pflegen
Lackierte Handläufe besitzen eine Beschichtung, die das darunterliegende Metall schützt und gleichzeitig für die gewünschte Optik sorgt. Diese Beschichtung sollte bei der Reinigung im Mittelpunkt stehen.
Ein mildes Reinigungsmittel und ein weiches Tuch sind für die normale Pflege meist die sinnvollere Wahl als starke chemische Reiniger.
Besonders bei älteren Handläufen sollte geprüft werden, ob die Lackierung bereits Risse, Abplatzungen oder andere Schäden aufweist. An beschädigten Stellen kann Feuchtigkeit leichter an das darunterliegende Material gelangen.
Kunststoff-Handläufe sauber halten
Kunststoff ist im Alltag meist unkompliziert zu reinigen. Staub und normale Fingerabdrücke lassen sich häufig mit Wasser und einem weichen Tuch entfernen.
Bei stärkerem Schmutz kann ein milder Haushaltsreiniger eingesetzt werden, sofern er für die Oberfläche geeignet ist.
Auch hier gilt: Nach der Reinigung sollte möglichst kein feuchter Film zurückbleiben. Besonders bei strukturierten Kunststoffoberflächen können sich sonst Rückstände in kleinen Vertiefungen sammeln.
Was tun bei besonders hartnäckigem Schmutz?
Nicht jede Verschmutzung verschwindet beim ersten Wischen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sofort ein aggressiver Reiniger notwendig ist.
Besser ist ein schrittweises Vorgehen.
Eingetrocknete Flecken
Ein feuchtes Tuch kann einige Minuten auf die verschmutzte Stelle gelegt werden, sofern das Material eine solche Behandlung verträgt. Dadurch kann der Schmutz aufgeweicht werden.
Danach wird die Stelle vorsichtig abgewischt.
Fettige Rückstände
Bei Fett oder starkem Hautfett ist ein geeigneter milder Reiniger oft hilfreicher als reines Wasser. Das Produkt sollte entsprechend den Herstellerangaben angewendet werden.
Anschließend sollte die Oberfläche mit einem sauberen Tuch nachgewischt werden.
Schmutz in Rillen und Übergängen
Bei profilierten Handläufen oder dekorativen Elementen können sich Ablagerungen in Vertiefungen sammeln. Eine weiche Bürste kann diese Bereiche besser erreichen als ein flaches Tuch.
Dabei sollte möglichst wenig Druck ausgeübt werden.
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Welche Reinigungsmittel eignen sich für Handläufe?
Die richtige Wahl hängt in erster Linie vom Material und der Oberflächenbehandlung ab.
| Reinigungsmittel bzw. Methode | Holz | Edelstahl | Lackiertes Metall | Kunststoff |
|---|---|---|---|---|
| Lauwarmes Wasser | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Weiches Mikrofasertuch | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Milder Reiniger | materialabhängig | ✓ | ✓ | ✓ |
| Scheuermittel | ✗ | ✗ | ✗ | meist ✗ |
| Raue Scheuerschwämme | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Sehr viel Wasser | ✗ | nicht nötig | nicht empfohlen | nicht nötig |
Die Tabelle dient als allgemeine Orientierung. Bei speziellen Beschichtungen oder besonderen Materialien sollten immer die Pflegehinweise des Herstellers berücksichtigt werden.
Handläufe desinfizieren: Wann ist das sinnvoll?
Reinigung und Desinfektion sind nicht dasselbe. Bei der Reinigung werden Schmutz und Rückstände von der Oberfläche entfernt. Eine Desinfektion verfolgt ein anderes Ziel und sollte nicht automatisch bei jeder normalen Haushaltsreinigung durchgeführt werden.
In Bereichen mit besonders vielen Nutzern oder speziellen hygienischen Anforderungen können andere Vorgaben gelten. Dort sollte das eingesetzte Produkt ausdrücklich für die betreffende Oberfläche geeignet sein.
Ein wichtiger Punkt: Nicht jeder Handlauf verträgt jedes Desinfektionsmittel. Alkoholhaltige oder andere chemische Produkte können bestimmte Lacke, Beschichtungen oder Kunststoffoberflächen beeinträchtigen.
Deshalb sollte man vor der Anwendung prüfen:
- Ist das Produkt für das Material geeignet?
- Muss die Oberfläche anschließend nachgewischt werden?
- Gibt es Vorgaben des Herstellers?
- Ist eine Desinfektion in diesem Bereich tatsächlich erforderlich?
Wie oft sollte man Handläufe reinigen?
Eine pauschale Reinigungsfrequenz passt nicht für jeden Handlauf. Entscheidend sind Nutzung, Umgebung, Verschmutzungsgrad und Material.
In einem wenig genutzten Privathaushalt kann eine regelmäßige Reinigung im Rahmen des normalen Hausputzes ausreichend sein. Ein stark frequentiertes Treppenhaus benötigt dagegen häufig mehr Aufmerksamkeit.
| Nutzungssituation | Sinnvolle Orientierung |
|---|---|
| Privates Treppenhaus | regelmäßig nach sichtbarem Bedarf |
| Mehrfamilienhaus | abhängig von Nutzung und Reinigungsplan |
| Büro oder Geschäft | häufiger bei hoher Nutzung |
| Öffentliche Einrichtung | nach festgelegtem Reinigungs- und Hygienekonzept |
| Stark verschmutzte Bereiche | Reinigung bei erkennbarem Bedarf |
Statt ausschließlich nach einem starren Kalender zu arbeiten, kann der tatsächliche Zustand der Oberfläche als zusätzlicher Maßstab dienen.
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Häufige Fehler beim Reinigen von Handläufen
Viele Probleme entstehen nicht durch fehlendes Putzen, sondern durch die falsche Methode.
Zu viel Wasser verwenden
Ein tropfnasses Tuch kann bei Holz oder empfindlichen Beschichtungen problematisch sein. Für die meisten Handläufe reicht ein gut ausgewrungenes Tuch.
Zu viel Reinigungsmittel benutzen
Eine hohe Konzentration verbessert die Reinigung nicht automatisch. Sie kann vielmehr Rückstände hinterlassen.
Mit rauen Schwämmen arbeiten
Scheuerschwämme können Kratzer verursachen oder Oberflächen matt erscheinen lassen. Ein weiches Tuch ist für die normale Reinigung die bessere Ausgangslösung.
Ohne Materialprüfung reinigen
Ein Produkt, das auf Kunststoff funktioniert, kann auf lackiertem Metall oder behandeltem Holz ungeeignet sein.
Nach der Reinigung nicht trockenwischen
Wasser- und Reinigungsmittelreste können sichtbare Spuren hinterlassen. Ein trockenes Tuch sorgt für einen sauberen Abschluss.
Handläufe streifenfrei reinigen
Gerade bei Edelstahl, Glas oder sehr glatten Oberflächen können nach der Reinigung Streifen zurückbleiben. Häufig liegt das an zu viel Reinigungsmittel oder einem nicht ausreichend sauberen Tuch.
Für ein gleichmäßiges Ergebnis hilft folgende Reihenfolge:
- Oberfläche trocken von losem Staub befreien.
- Mit einem gut ausgewrungenen Tuch reinigen.
- Reinigungsmittel sparsam einsetzen.
- Bei Bedarf mit klarem Wasser nachwischen.
- Mit einem trockenen Mikrofasertuch nachpolieren.
- Das Tuch wechseln, sobald es deutlich verschmutzt ist.
Auch die Lichtverhältnisse spielen eine Rolle. Bei direktem Sonnenlicht erkennt man Wasserflecken und Streifen besonders deutlich. Die Reinigung sollte deshalb möglichst nicht auf einer stark aufgeheizten Oberfläche erfolgen.
Handlauf-Halterungen und Befestigungen nicht vergessen
Bei der Reinigung konzentriert man sich oft nur auf den eigentlichen Handlauf. Die Halterungen werden dagegen leicht übersehen.
Gerade an den Übergängen können sich Staub und Schmutz sammeln. Je nach Konstruktion sind dort kleine Spalten oder schwer zugängliche Stellen vorhanden.
Ein schmales, weiches Tuch oder eine weiche Bürste kann helfen, diese Bereiche zu erreichen. Dabei sollte darauf geachtet werden, keine Feuchtigkeit in empfindliche Fugen oder Bauteile zu drücken.
Auch Schrauben und andere sichtbare Befestigungselemente sollten gelegentlich kontrolliert werden. Reinigung ersetzt allerdings keine technische Prüfung der Befestigung.
Was tun, wenn der Handlauf klebrig bleibt?
Ein klebriger Handlauf ist häufig ein Hinweis darauf, dass Rückstände auf der Oberfläche verblieben sind. Das kann beispielsweise nach der Verwendung eines zu stark dosierten Reinigungsmittels passieren.
Zunächst sollte die Oberfläche mit einem sauberen, leicht feuchten Tuch gründlich nachgewischt werden. Anschließend wird sie trocken gerieben.
Wenn die klebrige Oberfläche danach weiterhin besteht, sollte nicht einfach ein stärkeres Mittel verwendet werden. Stattdessen sollte geklärt werden, ob die Oberfläche selbst beschädigt ist oder ob ein bestimmtes Pflegeprodukt Rückstände hinterlassen hat.
Bei Holz kann beispielsweise die vorhandene Oberflächenbehandlung eine Rolle spielen.
Nach der Reinigung: Pflege und Werterhalt
Sauberkeit und Pflege sind zwei unterschiedliche Dinge. Ein Handlauf kann sauber sein und trotzdem eine zusätzliche Pflege benötigen – allerdings nur dann, wenn das Material und seine Oberflächenbehandlung dies vorsehen.
Bei Holz kann die regelmäßige Pflege der vorhandenen Oberflächenbehandlung wichtig sein. Bei Edelstahl geht es dagegen eher darum, Ablagerungen und Fingerabdrücke zu entfernen und die Oberfläche nicht durch aggressive Mittel zu beeinträchtigen.
Für eine möglichst lange Lebensdauer hilft vor allem eine schonende Routine:
- regelmäßig lose Verschmutzungen entfernen
- Verschüttetes zeitnah beseitigen
- geeignete Reinigungsmittel verwenden
- keine unnötig aggressiven Produkte einsetzen
- beschädigte Oberflächen nicht stark bearbeiten
- Pflegehinweise des Herstellers beachten
Eine einfache Reinigungsroutine für den Alltag
Wer Handläufe regelmäßig reinigt, muss nicht jedes Mal eine intensive Grundreinigung durchführen. Eine kurze Routine reicht bei normaler Verschmutzung häufig aus.
Schnelle Reinigung
Für eine normale Auffrischung:
Schritt 1: Handlauf trocken abstauben.
Schritt 2: Mikrofasertuch leicht anfeuchten.
Schritt 3: Oberfläche gleichmäßig abwischen.
Schritt 4: Bei Bedarf mit einem geeigneten milden Reiniger nacharbeiten.
Schritt 5: Mit einem trockenen Tuch abschließen.
Diese Routine nimmt wenig Zeit in Anspruch und verhindert, dass sich Verschmutzungen über längere Zeit festsetzen.
Gründlichere Reinigung
Bei stärkerer Verschmutzung werden zusätzlich Halterungen, Übergänge, Rillen und Endstücke kontrolliert. Hartnäckige Stellen werden zunächst aufgeweicht und anschließend vorsichtig gereinigt.
So muss nicht der gesamte Handlauf unnötig intensiv behandelt werden.
Besondere Vorsicht bei alten oder beschädigten Handläufen
Ein alter Handlauf kann anders auf Feuchtigkeit und Reinigungsmittel reagieren als eine neue Oberfläche. Bei abgeplatztem Lack, Rissen, porösem Holz oder beschädigten Beschichtungen sollte besonders vorsichtig gearbeitet werden.
Die Reinigung sollte niemals dazu führen, dass sich eine vorhandene Beschädigung vergrößert.
Bei sichtbaren Schäden ist es sinnvoll, zunächst den Zustand der Oberfläche zu beurteilen. Wenn eine Reparatur, Nachbehandlung oder ein Austausch erforderlich ist, sollte die Reinigung nicht als Ersatz dafür betrachtet werden.
Gerade bei Treppenanlagen spielt außerdem die sichere Befestigung eine wichtige Rolle. Ein Handlauf sollte nicht nur sauber aussehen, sondern auch sicher befestigt sein.
Praktische Checkliste für saubere Handläufe
Mit der folgenden Checkliste lässt sich die Reinigung einfach planen:
- Material des Handlaufs bestimmen
- Pflegehinweise prüfen
- Oberfläche trocken von Staub befreien
- Weiches, sauberes Tuch verwenden
- Reinigungsmittel sparsam dosieren
- Tuch gut auswringen
- Oberfläche gleichmäßig reinigen
- Rillen und Halterungen kontrollieren
- Reinigungsmittelreste entfernen
- Handlauf trocken nachwischen
- Oberfläche auf Schäden prüfen
Diese Vorgehensweise verhindert viele typische Reinigungsfehler und eignet sich sowohl für private als auch für stärker genutzte Bereiche.
Fazit: Handläufe reinigen ohne unnötigen Aufwand
Handläufe zu reinigen ist eine kleine Aufgabe mit großer Wirkung für den gepflegten Eindruck eines Treppenbereichs. Entscheidend ist weniger die Menge an Reinigungsmitteln als die richtige Methode.
Ein weiches Tuch, wenig Feuchtigkeit und ein zum Material passendes Reinigungsmittel reichen bei normalem Schmutz häufig aus. Holz sollte besonders schonend behandelt werden, während Edelstahl vor allem durch Fingerabdrücke und Wasserflecken auffällig werden kann. Lackierte und beschichtete Oberflächen benötigen ebenfalls eine vorsichtige Reinigung.
Wer zunächst Staub entfernt, anschließend mit einem gut ausgewrungenen Tuch arbeitet und die Oberfläche zum Schluss trocken nachwischt, erzielt meist ein sauberes und gleichmäßiges Ergebnis.
Besonders wichtig ist, nicht nach dem Motto „stärker ist besser“ zu reinigen. Aggressive Mittel, harte Schwämme und zu viel Wasser können mehr Schaden anrichten als gewöhnlicher Alltagsschmutz. Eine regelmäßige, materialgerechte Pflege ist deshalb die einfachste Möglichkeit, Handläufe sauber, angenehm und optisch ansprechend zu halten.